Zeitreise: Vom Federkiel zum Handydaumen

von

Schreiben früher und heute

Die Zeitreise-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer vom 24. Oktober 2020

Kurz vor dem erneuten Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie konnte Ende Oktober eine Zeitreise stattfinden. Vier Generationen-Tandems beschäftigten sich mit dem Thema Schreiben früher und heute. Das Motto: Vom Federkiel zum Handydaumen. Ist Handschrift out? Funktioniert Schreiben heute nur noch digital? Wie schrieben die Menschen im Mittelalter - wer konnte überhaupt schreiben und was war dieses Können "wert"? Rund um diese Fragen drehten sich die Gespräche. Und natürlich um die individuellen Erfahrungen der Zeitreisenden. Zum Beispiel zu der Zeit, als sie das Schreiben erlernten.

Museumsleiterin Elisabeth Maas nahm die Reisegruppe mit ins Museum, zeigte Urkunden, Statuten und handgeschriebene Materiallisten aus der Bauzeit des Doms. Die zahlreichen erhaltenen Originaldokumente aus dem StiftsArchiv erwiesen sich als wahre Fundgrube zu diesem Thema. Highlights der Stippvisite im Raum 10 des Museums - "Von der Handschrift zum Buchdruck" - waren die handgeschriebenen und -illustrierten Messbücher.

Angeleitet wurde die kleine Zeitreise-Gesellschaft von der Düsseldorfer Kulturgeragogin und Kunstpädagogin Sophie Voets-Hahne. Sie wurde unterstützt von Diplom-Restauratorin und Museumspädagogin Ines Krupp vom StiftsMuseum. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich an Federkielen versuchen und eigenhändig erspüren, dass hierfür viel Geschick und Übung vonnöten ist. Eine elektrische Schreibmaschine, die den älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch bestens vertraut war, kam den Jüngeren wie ein sperriger Gruß aus einer längst vergangenen Zeit vor.

Die Zeitreise "Vom Federkiel zum Handydaumen" war die letzte in diesem Jahr: Das StiftsMuseum ist wieder geschlossen, die vier weiteren geplanten Zeitreisen mussten leider abgesagt werden.

 

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