Spannende Zeitreise zum Thema Portrait

von

"Ich schau dir in die Augen ..."

Eine erste Generationen-Zeitreise seit Corona-Zeiten fand Mitte September mit Schülerinnen und Schülern des Stiftsgymnasiums Xanten statt. Das Thema: "Ich schau dir in die Augen - Vom Porträt in Öl bis zum Selfie".

Etwa zwanzig junge Leute (Durchschnittsalter 16 Jahre) trafen auf mehrere Seniorinnen und Senioren (Ü60) und erkundeten, welche Portraits im StiftsMuseum Xanten zu finden sind. Sie betrachteten Ölbilder von den Stiftsherren, grafische Blätter mit Abbildungen von weltlichen und geistlichen Persönlichkeiten der Geschichte - und sie diskutierten über die Funktion von Portraits früher und heute.

Moderiert wurde die Diskussion von Elisabeth Maas, der kommissarischen Museumsleiterin. Sie gab fachlichen Hintergrund über die Bedeutung von Portraits als Instrumente der Repräsentation und der Werbung. Prominentes Beispiel ist hier das Konterfei von Anna von Cleve, das sich der englische König Heinrich XIII. vor der Hochzeit mit der klevischen Prinzessin schicken ließ.

Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass Portraits - ganz gleich, ob Einzel oder Gruppenbilder und ob fotografiert oder gemalt - vor allem der Erinnerung dienen. Dabei erfreuen sich "fassbare" Bilder eindeutig größerer Beliebtheit als digitale Bilder. In nahezu allen Haushalten hängen Familienbilder an den Wänden, so berichteten die Zeitreisenden aller Generationen. Digitale Aufnahmen und Selfies werden zu Hauf von den Jüngeren im Handy gespeichert, selten ausgedruckt. Die Älteren tragen vielfach Kinderbilder von ihren Söhnen, Töchtern oder Enkeln bei sich, nur selten aktuelle Aufnahmen.

 

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